joyce.salzburg@gmail.com
Donnerstag, 29. November 2012
Freitag, 16. November 2012
Montag, 4. Juni 2012
Mittwoch, 15. Juni 2011
Donnerstag, 5. Mai 2011
Men in fur
Seit einem Jahr verarbeite ich mit Fotos und Videos die Geschichte der Pelzfirma meiner Familie. Meine Beziehung zu diesem Gegenstand ist zwiespältig. Ich kann mich noch an meinen Schmerz als Kind erinnern, als ich die toten Tiere im Geschäft meines Vaters sah. Aber ich habe mein ganzes Leben immer wieder meine Fotografie einsetzen müssen, als die Firma Modefotos brauchte.
"Men in fur" ist eine Serie von Männer-Porträts, die ich ohne Auftrag der Familie gemacht habe (die Firma ist inzwischen Pleite). Die Männer posieren wie stereotypische Frauenmodels in Pelz. Was bei Frauen normalerweise als sexy interpretiert wird (nackte Haut und Körperposition, die für den Voyeur einladend wirkt), suggeriert hier eine Ambiguität zwischen den Geschlechter und eine Ästhetik, die nicht mehr viel mit der zum Verkauf eingesetzen Modefotografie zu tun hat.
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| furmen |
Dienstag, 22. März 2011
Orfeo in Venezuela
Piñattas sind Puppen aus Pappe, die in Lateinamerika den Kindern zum Geburtstagsfeier geschenkt werden. Man füllt sie mit Süssigkeiten, hängt sie an einem Seil, bindet die Augen der Kinder zu und gibt ihnen einen Stock. Jetzt müssen die Kinder die hängende Puppe mit dem Stock fest klopfen, bis sie bricht und ihr süssen Inhalt herauskommt. In Venezuela gibt es auch Piñattas für Erwachsene, die mit ihren ausgeprägten Genitalien an Fruchtbarkeitidole erinnern. In Caracas habe ich mit einem männlichen und einer weiblichen Piñatta den Mythos von Orpheus und Eurydike rekonstruiert und reinterpretiert: es ist eine Geschichte von Gleichgültigkeit, Strafe und Trauer geworden.
Donnerstag, 9. Juli 2009
artificial green video: golf subversiv
Mit dem Video „Golf subversiv" dokumentiere ich kurze Performances, die ich auf und außerhalb von Golfplätzen, mit und ohne Golfausrüstung gemacht habe. Der künstlerische Ansatz dieser Performances ist der kritische und humoristische Blick auf die traditionelle Rolle der Frau, welche auch in der Gesellschaft der „Golfspieler" erwartet wird. Ausgangspunkt dieser Arbeit ist meine Überzeugung (gegen die Regeln meiner sportlichen Erziehung), dass Lebendigkeit und Kunst dort entstehen, wo man Regeln neu erfindet und einsetzt.
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